Ziegenkäsetarte {Feige / Tomate / Thymian / Ziegenkäse / Parmesan}

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Die Idee für diese Tarte hatte ich, als ich die ersten reifen Feigen bei meinem Obsthändler gesehen habe. Feigen und Ziegenkäse sind großartig, vor allem wenn man noch eine wenig Thymian hinzugibt. Leider sind nicht alle Familienmitglieder Fan dieser Kombi aus fruchtig und herzhaft. Also hole ich ein paar reife Flaschen- und Ochsenherz-Tomaten aus dem Garten und bereite eine zweite Variante für den Rest der Familie zu. So sind später am Tisch alle glücklich :-)

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Zutaten für den Mürbeteig

  • 400g Weizenmehl (Typ 550) 
  • 200g kalte Butter
  • 1 Prise Salz
  • 4-5 El kaltes Wasser
  • 1 Tl Paprikapulver
  • 80g geriebener Parmesan

Zutaten für die Füllung

  • 2 reife Feigen
  • 4 Flaschentomaten
  • 2 Ochsenherzen
  • 4 Charlotten
  • 6 Stängel Thymian  
  • 300g Ziegenfrischkäse
  • 300g Saure Sahne  
  • 5 Eier
  • Salz und Pfeffer
  • 2 El Schnittlauch
  • 250g geriebener Ziegengouda

Zubereitung

Aus den Zutaten für den Mürbeteig rasch mit den Händen einen glatten Teig kneten und diesen in Frischhaltefolie gewickelt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

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In der Zwischenzeit die Tomaten, die Feigen und die Kräuter waschen und mit einem Küchentuch vorsichtig abtrocknen. Den Stilansatz der Feigen entfernen und diese vierteln, wobei die Viertel am Boden noch verbunden sein sollten. Die Ochsenherzen quer in fingerdicke Scheiben schneiden, die Flaschentomaten der Länge nach halbieren, beide Sorten falls nötig von grünen Stilansatz befreien. Die Charlotten ebenfalls der Länge nach in Achtel teilen, den Schnittlauch in feine Ringe schneiden und die Blättchen von den Thymianstängeln abrupfen.

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Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Das Rezept reicht für zwei kleine Tartformen mit ca. 12cm Durchmesser und zwei Tarteformen mit ca. 24-26cm Durchmesser. Die Böden von den kleinen und mittelgroßen Tarteformen mit Backpapier auslegen. Ziegenfrischkäse und saure Sahne verrühren, die Eier sorgfältig untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schnittlauch und 1/3 vom geriebenen Ziegengouda unterheben. Den Teig dünn ausrollen und die Tarteformen damit auslegen. Jeweils eine der aufgeschnittenen Feigen in eine der kleinen Tarteformen mittig setzten und die Käsemasse drumherum mit einem Löffel einfüllen. Die Feigen mit etwas von dem verbleibenden Ziegengouda und Thymian bestreuen und bereitstellen. Die übrige Ziegenkäsecreme auf die beiden Tarteformen verteilen und die Tomaten und Charlotten gleichmäßig auf beide Formen verteilen. Mit dem übrigen Käse und Thymian bestreuen und alle Formen in den Backofen geben. Die Tartes zwischen 30 und 45 Minuten bzw. bis die Käsemasse gestockt ist und die Oberfläche goldbraun ist, backen.

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Die Tartes einen Moment auskühlen lassen und noch lauwarm servieren. Mit einem Glas Federweißen oder einem kühlen Bier schmecken sie großartig. Sie sind aber auch kalt und für unterwegs als Picknick wunderbar.

Genießt einen goldenen Herbstabend und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine 

 

 

Holler-Cheesecake {Holunder / Quark / Saure Sahne / Vanille}

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Holunder gab es bei uns früher nur im Herbst, in Form einer wunderbar wärmenden Holundersuppe mit Griesklößchen und Birnen. Nachdem wir inzwischen nicht mehr in der Großstadt leben, sind wir umgeben von Holunder. Die leuchtend violetten Dolden gibt es hier sogar beim Obst- und Gemüsehändler zu kaufen. Zwar war ich anfangs skeptisch, ob das nicht in einer großen Schweinerei endet, aber die Neugierde hat gesiegt. Die reifen Beeren lassen sich ähnlich wie Johannisbeeren mit einer Gabel von ihren Dolden befreien und schmecken wunderbar fruchtig mit einer leicht herben Note. Im Käsekuchen schmecken sie gar nicht mehr nach Herbst und passen wunderbar zu diesen tollen Sommertagen. 

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Zutaten für den Mürbeteig

  • 200g Weizenmehl
  • 100g kalte Butter
  • 1 Prise Salz
  • 2-3 El kaltes Wasser

Zuataten für die Quarkmasse

  • 250g Margerquark
  • 250g Saure Sahne
  • 2 Eier
  • 1 Tl Vanilleextrakt
  • 3 El Zucker
  • 200g Holunderbeeren
  • 1 El Speisestärke

Zutaten für den Holunder-Spiegel

  • 3 Blatt Gelatine
  • 80g Holunderbeeren
  • Wasser
  • 1 El Agavendicksaft

Zubereitung

Aus den Zutaten für den Mürbeteig mit den Händen rasch einen glatten Teig kneten. Den Mürbeteig in Frischhaltefolie gewickelt für mindestens 30 Minuten kalt stellen. Den Boden einer Tarteform mit Backpapier auslegen, den Mürbeteig zwischen Frischhaltefolie ausrollen und die From damit auslegen. Überstehenden Teig am Rand abschneiden und den Rand sorgfältig ausarbeiten, ggf. mit Hilfe einer Gabel ein Muster hinein drücken. Den Backofen auf 175°C Ober-Unterhitze vorheizen.

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Für die Käsecreme die Zutaten vom Quark bis zum Zucker mit einem Schneebesen verrühren. Die Holunderbeeren mit der Speisestärke vermischen und vorsichtig unter die Käsecreme ziehen. Die Käsemasse in die Tarteform füllen und die Tarte für ca. 35 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Die Temperatur auf 160°C Ober-Unterhitze reduzieren und den Cheesecake in 10 Minuten fertig backen.

Den Kuchen auf einem Rost vollständig auskühlen lassen, den Rand von der Form lösen und vorsichtig aus der Form holen. Ich stürze ihn dazu erst auf einen Teller (verkehrt herum) und ein zweites Mal auf eine Tortenplatte.  

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Für den Spiegel die Holunderbeeren in einem Messbecher abwiegen und bis 200ml mit Wasser auffüllen. Die Gelatine nach Packungsanweisung einweichen. Die Beeren mit der Süße aufkochen, einige Minuten kochen lassen und pürieren. Durch ein Sieb in eine Schüssel abseihen, so dass keine Stückchen im Spiegel landen. Die ausgedrückte Gelatine in der warmen Flüssigkeit auflösen und etwas erkalten lassen. Den Guss auf den Cheesecake geben und im Kühlschrank für mindestens 3 Stunden vollständig fest werden lassen. 

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Den Rand mit etwas Puderzucker bestäuben und servieren. Der Holler-Cheesecake schmeckt frisch aber auch am zweiten Tag noch ganz wunderbar. Lasst euch den Sommer schmecken und genießt die letzten Sonnenstrahlen. Habt eine gute (Kuchen-)Zeit. 

Eure Tine

Rhabarber-Schoko-Tarte {Rhabarber / Schokolade / Vanille / Sahne}

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Rhabarber steht momentan sehr hoch im Kurs bei uns. Die Zeiten in denen Rhabarber für mich einfach nur sauer war sind lange vorbei. Ich bin absolut begeistert wie schön Rhabarberstangen ausschauen, wenn man sie mit rotem Sirup bestreicht und im Backofen wenigen Minuten gart. Sie behalten ihre struktur, schauen appetitlich rot aus - auch wenn sie zuvor eigenltich grün waren - und machen sich wunderbar als Dekoration und Gechmackskomponente. Die Kombination aus kunsprigem Boden, sahnig süßer Schokomousse und säuerlichem Rhabearber ist der Knaller.

Das Rezept für den Mürbeteig stammt natürlich wieder von der wundervolle Peggy Porschen.

Zutaten für den Mürbeteig

  • 400g Mehl Typ 405
  • 200g feiner Zucker oder Rohrohrzucker
  • 200g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl abgeriebene Zitronenschale
  • z.B.: Kichererbsen oder andere getrocknete Bohnen zum Blindbacken

Zutaten für die Schoko-Mousse

  • 145g Milch
  • 1 Tl Vanille
  • 1 Eigelb
  • 20g Zucker
  • 50g weiße Kuvertüre
  • 3 Blatt Gelatine
  • 150g Schlagsahne

Zutaten für die Rhabarberschicht

  • 5 Stangen Rhabarber
  • 2-3 El roter Sirup (z.B.: Grenadine)
  • 50ml roter Sirup
  • Agar-Agar

Zubereitung

Für die Tarte verwende ich meine rechteckige Tarteform von 11x35cm und lege den Boden der Form mit Backpapier aus. Für den Mürbeteig die Butter schmelzen und zusammen mit dem Zucker und dem Ei verrühren. Mehl, Salz und Zitronenabrieb in einer separaten Schüssel vermischen. Die feuchten und die trockenen Zutaten nun rasch vermengen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Das klappt sehr gut mit einem Teigschaber und anschließend mit den Händen. Den Teig in Folie gewickelt für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Für die Tarte verwende ich später nur die Hälfte des Teiges. Aus dem Rest backen wir meist Kekse, die das Kuchenkind heiß und innig liebt. Alternativ bereitet ihr nur die Hälfte des oben beschriebenen Rezeptes zu.

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Den Rhabarber waschen, schälen und in 11 cm lange Stücke schneiden und nochmals der Länge nach halbieren. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit Grenadine bepinseln. Für ca. 10 Minuten bei 170°C Umluft im Ofen garen. 

Während der Rhabarber im Ofen ist, die Tartform mit der Hälfe des Teiges sorgfältig auslegen und mit Backpapier und den getrockneten Hülsenfürchten belegen. Bei 160°C ca. 15 Minuten im Ofen backen. Die Tart heraus nehmen, die Erbsen und das Backpapier vorsichtig entfernen und die Tarte solange weiter backen bis sie goldgelb und knusprig ist. Die Tarte vollständig auskühlen lassen.

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Für die Füllung die Sahne steif schlagen und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, die Kuvertüre hacken und in einer mittelgroßen Schüssel bereit stellen. Eigelb, Vanille und Zucker schaumig rühren. Die Milch aufkochen und heiß unter die Eigelbmasse rühren. Die Mischung zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren anziehen lassen. Die Milch sollte ein klein wenig andicken und sämig über den Kochlöffel laufen.

Die heiße Milch durch ein Sieb auf die Schokolade gießen und kurz stehen lassen. Die Gelatine ausdrücken und zu der Schoko-Milch geben und alles zu einer glatten Masse verrühren. Solange in den Kühlschrank stellen bis die Creme zu gelieren beginnt. Dann die Sahne vorsichtig unterheben und auf dem Boden verteilen. Die Creme mindestens eine halbe bis eine Stunde im Kühlschrank festwerden lassen, bevor der Rhabarber drauf kommt.

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AgarAgar nach Packungsanweisung mit 50ml Sirup und 50ml Wasser aufkochen und die Tarte damit glasieren. Sie schmeckt frisch ganz köstlich aber hält sich auch wunderbar wenige Tage im Kühlschrank und lässt sich sogar problemlos einfrieren. Die Tarte sollte mindestens 3 Stunden kalt stehen um vollständig fest zu werden.

Ich wünsche euch eine köstliche Rhabarberzeit! Lasst euch inspieiren und genießt diese wunderbare Kombination aus sauer und süß.

Eure Tine

 

Blaubeer-Käse-Tarte {Quark / Zitrone / Mohn / Blaubeeren}

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Obwohl noch nicht die komplette Weihnachts- und Winterdeko aus unserem Zuhause verschwunden ist, konnte ich an den ersten Tulpen einfach nicht vorbei gehen. Ein paar frische Blumen stehen bei uns immer auf dem Tisch und Tulpen gehören zu meinen absoluten Lieblingen.

Mit den Tulpen ist dann auch irgendwie schon der Frühling eingezogen und dazu braucht es natürlich ein entsprechendes Gebäck. Diese Tarte ist fruchtig frisch und vereint eine lockere Quarkcreme mit einem knusprigen Zitronen-Mohn-Boden. Das Rezept für den Mürbeteig stammt wieder von der wundervollen Peggy Porschen und ist mit Mohn und Zitrone verfeinert, meine absolute Lieblingsvariante!

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Zutaten für den Boden

  • 400g Mehl Typ 405
  • 200g feiner Zucker oder Rohrohrzucker
  • 200g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 El Mohn
  • Abgeriebene Schale einer Zitrone

Zutaten für die Quarkcreme

  • 250g Quark
  • 2 Eier
  • ½ Tl Vanilleextrakt
  • 1 Msp. Kardamon
  • 2 El Reissirup

Zutaten zur Vollendung

  • 200g frische Blaubeeren
  • 1-2 El Puderzucker 

Zubereitung 

Für die Tarte verwende ich meine rechteckige Tarteform von 11x35cm und lege den Boden der Form mit Backpapier aus. Für den Mürbeteig die Butter schmelzen und zusammen mit dem Zucker und dem Ei verrühren. Mehl, Salz, Mohn und Zitronenabrieb in einer separaten Schüssel vermischen. Die feuchten und die trockenen Zutaten nun rasch vermengen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Das klappt sehr gut mit einem Teigschaber und anschließend mit den Händen. Den Teig in Folie gewickelt für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Für die Tarte verwende ich später nur die Hälfte des Teiges. Aus dem Rest backen wir meist Kekse, die das Kuchenkind heiß und innig liebt. Alternativ bereitet ihr nur die Hälfte des oben beschriebenen Rezeptes zu.

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Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und den gut gekühlten Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Boden und Rand der Form mit dem Teig auskleiden, der Boden sollte dabei nicht zu dick werden. Den übrigen Teig wie oben beschrieben verwenden. Für die Quarkmasse die Eier mit dem Sirup kurz aufschlagen, Quark und Gewürze hinzu geben und alles zu einer glatten Creme verrühren. Die Quarkmasse auf den Teig geben und die gewaschen und abgetrockneten Blaubeeren darauf verteilen. Die Tarte für ca. 25 Minuten im vorgeheizten Backofen backen bis die Oberfläche goldbraun und leicht aufgegangen ist.

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Die Tarte auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. Einen frisch gebrühten Kaffee oder Tee dazu und schon kann das Kaffeestündchen beginnen! Lasst es euch schmecken und habt eine gute (Kuchen-)Zeit! 

Eure Tine

Valentinstag {Himbeertarte - vegan & glutenfrei}

Valentinstarte - Himbeere trifft Schokolade

Valentinstarte - Himbeere trifft Schokolade

Wie versprochen gibt es zwei - last Minute - Rezepte zu Valentin. Wenn es ein bisschen mehr sein darf als die Liebeskekse, dann lege ich euch dieses Rezept ans Herz. Die Tarte ist vegan und glutenfrei, zartschmelzend und köstlich! Sie vereint einen schokoladigen, sehr mürben Boden mit einer fruchtigen Schicht Himbeergelee, gekrönt von einer zartschmelzenden Schokoladenganache. Alternativ zu den Himbeeren könnt ihr natürlich auch anderes Obst verwenden, z.B. Kirschen, Birnen oder Orangen.

Alles im Zeichen der Liebe - rotes Obst ist also perfekt!

Alles im Zeichen der Liebe - rotes Obst ist also perfekt!

Zutaten für den Boden

  • 150g Buchweizenmehl
  • 12g Kakaopulver
  • 2 El Sojajoghurt (gestrichen)
  • 80g vegane Margarine
  • 1 Prise Salz

Zutaten für die Füllungen

  • 150g Himbeeren (um diese Jahreszeit verwende ich hierfür Tiefkühl-Ware)
  • 2 El Holunderblütensirup
  • 100ml Wasser
  • 1 Tl Agar Agar
  • 125g vegane Schokolade
  • 100g vegane Sahne
  • ein paar frische Himbeeren für die Dekoration

Zubereitung

Aus den angegebenen Zutaten für den Boden mit den Händen rasch einen glatten Mürbeteig kneten. Sofern der Teig zu feucht sein sollte, etwas Mehl zugeben. Sollte der Teig zu trocken wirken, einfach etwas mehr Joghurt unterkneten. Den fertigen Teig in Frischhaltefolie gewickelt mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Boden einer Tarteform (35 x 11 cm) mit Backpapier auslegen. Der Teig ist etwas bröckelig, darum empfiehlt es sich, ihn direkt in der Form auszurollen. Dabei auch den Rand der Form sorgfältig mit Teig auskleiden. Die Tarte bei 175° C Umluft für ca. 25 Minuten im vorgeheizten Ofen backen und anschließend in der Form auskühlen lassen.

Vegan und glutenfrei - kann das Sünde sein?

Vegan und glutenfrei - kann das Sünde sein?

Außen ein mürber Schokoladenboden und innen zartschmelzende Füllung

Außen ein mürber Schokoladenboden und innen zartschmelzende Füllung

Die Himbeeren mit 2 El Holunderblütensirup aufkochen und einen Moment köcheln lassen. Agar Agar in 100ml kaltem Wasser einrühren und unter die Himbeeren mischen. Das Ganze mindestens 2 Minuten sprudelnd kochen lassen und dabei ständig umrühren. Anschließend die Himbeermasse auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und auf den Boden der Tarte geben. Alles für 2-3 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Egal ob zum Kaffee oder als Dessert

Egal ob zum Kaffee oder als Dessert

Die Sahne aufkochen und über die gehackte Schokolade geben. Eine Minute stehen lassen und anschließend glatt rühren. Die Ganache auf der Tarte verteilen und im Kühlschrank fest werden lassen. Nach Belieben mit Zucker oder Schokoladendekoration verzieren; auch frische Himbeeren eignen sich hier natürlich hervorragend.

Schicht für Schicht eine Verführung - guten Appetit!

Schicht für Schicht eine Verführung - guten Appetit!

Bis zum Verzehr kühl stellen. Lasst es euch schmecken und genießt einen wunderbaren Valentinstag. Habt eine gute (Kuchen-)Zeit, ihr Lieben!

Eure Tine

Gebrannte-Mandel-Tarte {Hommage an die Münchner Wiesn}

Gebrannte-Mandel-Tarte mit einem Aufstrich von Brandgut

Gebrannte-Mandel-Tarte mit einem Aufstrich von Brandgut

Bevor ich in Hessen heimisch geworden bin, habe ich ein paar Jahre im wunderschönen München gelebt und die Stadt hat mich verzaubert. Wann immer sich eine Gelegenheit bietet, kehre ich, auch nur für einen kurzen Besuch, gerne wieder dorthin zurück. :) Aus meiner Münchner Zeit verbinde ich mit dem Herbst natürlich auch die „Wiesn“ und damit den köstlichen Duft von frisch gebrannten Mandeln. Überall in den Medien strahlten uns in den vergangenen Wochen Menschen in Dirndl und Lederhosen entgegen, genau der richtige Zeitpunkt um etwas mit der kleinen Süßigkeit zu zaubern, nur was? Da hilft mir mein Besuch auf der eat+lifestyle in Frankfurt vor wenigen Wochen. (‚klick‘ zum Blogpost) Dort habe ich die köstlichen Aufstriche von „Brandgut“ kennenlernen dürfen und konnte einfach nicht widerstehen - zwei sind in meiner Einkaufstüte verschwunden – absolut legal selbstverständlich. Wie der originelle Name der noch jungen Manufaktur schon erahnen lässt, werden die Creme’s aus gebrannten Nüssen hergestellt. Zum Sortiment gehört neben Erdnuss, Pekannuss und weiteren Sorten auch der „Klassiker“, die gebrannte Mandel – perfekt für mein heutiges Vorhaben! Die Creme kommt mit wenigen Zutaten daher und schmeckt absolut authentisch nach gebrannten Mandeln, ist recht süß aber hat noch den typischen Crunch. Verwunderlich eigentlich, dass nicht schon früher jemand auf diese Idee gekommen ist, vielen Dank, liebes Brandgut-Team!! :)

Drei köstliche Schichten füllen den knusprigen Mürbeteig

Drei köstliche Schichten füllen den knusprigen Mürbeteig

Für mein Rezept wird die Creme „Mandelikat“ von „Brandgut“ in eine Gebrannte-Mandel-Mousse verzaubert, die zusammen mit einem fruchtigen Zwetschgen-Gelee und einer zartbitteren Schokoladenganacheeinen Gebrannte-Mandel-Mürbeteig krönen. Aber schaut selbst…für diese luftig fruchtige Köstlichkeit braucht es Folgendes.

Zutaten für den Boden

  • 150g Mehl
  • 100g Joghurt-Butter
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 80g grob (!) gehackte gebrannte Mandeln

Zutaten für die Mousse

  • 125ml Milch
  • 20g Muscovado-Zucker
  • 2 Eigelbe
  • 2 Tl Speisestärke (gut gehäuft)
  • 100ml Schlagsahne
  • 1/2 Beutel Sahnesteif
  • 1 Gläschen „Mandelikat“ von Brandgut (160g)

Zutaten für die Ganache

  • 100g Zartbittere Schokolade
  • 100ml Schlagsahne

Zutaten für das Fruchtgelee

  • Eine Hand voll frischer Zwetschgen
  • 3 Blatt Gelatine
  • 1 Tl Muscovado-Zucker

Dekoration

  • einige gebrannte Mandeln

Zubereitung

Aus den ersten fünf Zutaten bereit ich einen Mürbeteig zu. Dabei sollte die Butter möglichst kalt sein. Die Zutaten werden schnell mit den Händen oder dem Knetharken der Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verarbeitet. Die grob gehackten Mandeln machen den Boden später schön crunchy.  Dieser darf für eine halbe Stunde, in Frischhaltefolie eingeschlagen, im Kühlschrank ruhen.

"Mandelikat" von Brandgut, das Herzstück meiner Tarte

"Mandelikat" von Brandgut, das Herzstück meiner Tarte

Den Boden einer Tarteform (35cm x 11cm) mit Backpapier auslegen. Nun bereite ich die Konditor-Creme zu. Dazu werden die Eigelbe mit dem Zucker und der Speisestärke schaumig geschlagen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Die Milch auf dem Herd erhitzen und in einem dünnen Strahl unter stetem Rühren zu der Eigelbmasse geben. Die Mischung kommt zurück in den Topf und wird auf dem Herd solange erhitzt, bis sie kocht. Während des gesamten Vorgangs ständig weiterrühren, damit nichts anbrennt. Die Masse sollte deutlich andicken und die Konsistenz von Pudding erreichen. Den Pudding in eine Schüssel füllen und sofort mit Frischhaltefolie abdecken, so dass die Folie direkt auf dem Pudding liegt. Anschließend den Pudding vollständig auskühlen lassen und ihn für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Noch ein kleiner Preview :)

Noch ein kleiner Preview :)

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und die vorbereitete Tarteform mit dem Teig auskleiden. Mit den Fingern einen schönen Rand formen und den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Er wird für 15 – 20 Minuten gebacken und sollte nach dieser Zeit goldbraun sein. Anschließend darf der Boden in der Form vollständig auskühlen.

Während die Tarte im Backofen ist, sind die Zwetschgen an der Reihe. Diese putzen, vom Stein befreien und klein schneiden. Wenn der Tarteboden fertig und fast vollständig ausgekühlt ist, die Zwetschgen mit sehr wenig Wasser und einem Teelöffel Zucker in einem Topf, unter ständiger Aufsicht, weich dünsten und anschließend pürieren. 200ml vom Zwetschgenpüree abmessen und die, für 5 Minuten in kaltem Wasser eingeweichte und ausgedrückte Gelatine im heißen Zwetschgenpüree auflösen. Das Zwetschgengelee gleichmäßig auf dem Tarteboden verteilen und im Kühlschrank fest werden lassen.

Die Brandgut-Creme nach und nach unter die erkaltete Konditoren-Creme heben und ggf. zwischenzeitlich abschmecken. Die Sahne unter Zugabe von Sahnesteif steif schlagen, ebenfalls vorsichtig unter die Creme heben und auf dem Tarteboden verteilen. Die Tarte anschließend für 2 – 3 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen. Sollte ein bisschen Creme übrig bleiben, lässt sich diese wunderbar mit zerbröselten Keksen und gehackten Nüssen als Dessert genießen.

Yummy, gleich kann ich reinbeißen...

Yummy, gleich kann ich reinbeißen...

Für die Ganache (Schokoladencreme) die Schokolade hacken, die Sahne kurz aufkochen und über die gehackte Schokolade geben. Die Mischung 1 – 2 Minuten stehen lassen und anschließend glatt rühren. Mit einem kleinen Löffel die Temperatur der Schokolade an der Lippe testen, sie sollte dort nicht wahrnehmbar sein. Dann die perfekt temperierte Ganache vorsichtig auf der Mandel-Mousse verteilen und Schicht ebenfalls im Kühlschrank fest werden lassen. Mit gehackten gebrannten Mandeln bestreuen und servieren.

Guten Appetit!!

Guten Appetit!!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und eine gute (Kuchen-)Zeit!